Fuldera Eingangsbild

Am Sonntag 15. Oktober

wurden 19 Naturfreunde bei der Postautohaltestelle Fuldera Cumün vom Seniorchef des Hotels Staila herzlich in Empfang genommen. Wie schön, hier willkommen zu sein. Im Sonnenlicht lädt uns das Hotel schon zu einem heimatlichen Gefühl ein. Da noch nicht alle Zimmer bezugsbereit waren, konnten wir uns im Speisesaal an die Tische setzen und eine Kleinigkeit essen. Es war Traumwetter, so dass wir uns zum Kaffee auf die Terrasse begeben konnten. Um halb zwei Uhr machten wir uns auf zum Spaziergang nach Valchava. Auf der rechten Talseite wanderten wir durch den herbstlich gefärbten Wald. Die Lärchen leuchteten um die Wette in ihrem goldenen Kleid. Die vielen lustigen Vogelskulpturen eines Künstlers vom Tal entlockten uns jeweils ein Schmunzeln. In Valchava bewunderten wir die schönen Häuser mit ihrem Blumenschmuck. Auf der Gartenterrasse des Hotel Central stärkten wir uns mit Kaffee und feinem Nusskuchen. Der Bus brachte uns nach Fuldera zurück. Hier gab es um 18 Uhr einen Begrüssungs-Apero im Kulturhaus gleich neben dem Hotel. 

Montag, 16. Oktober | Wanderung: Il Fuorn – Margunet – Buffalora

01 FuornMargunetBuffalora

Mit dem Postauto fuhren wir nach Il Fuorn. Heute starteten wir die Wanderung im Nationalpark bei noch frischen Temperaturen. Entlang dem Ofenfluss (Ova dal Fuorn) ging's talaufwärts. Beim Parkplatz P7 überquerten wir die Passstrasse und tauchten ein ins Val dal Botsch. Durch Föhrenwald und dem Bach entlang wanderten wir gemächlich bergwärts bis zum vorgegebenen Rastplatz. Heinz, unser Wander-leiter, hatte heute sogar ein Stativ und das Fernrohr mitgenommen. So konnten wir hier die Gemsen beobachten. Auf dem weiter ansteigenden Weg kamen wir auf eine Höhe von 2328m. Hier auf Margunet war wieder ein Rastplatz. Also nahmen wir hier unser Picknick ein. Wie wunderschön es war: Traumwetter, warm, tolle Aussicht und ein feines Picknick! Alles was wir hier erlebten, genossen wir in vollen Zügen und waren dankbar. Ab hier ging es wieder talwärts. Zuerst ziemlich steil, später dem Fluss entlang, der sich in einer Schlucht romantisch dahin schlängelte. Nun wurde uns wieder ein ganz schöner Rastplatz „Stabelchod“ präsentiert. Hier an der warmen Hüttenwand genossen wir ein weiteres Mal eine längere Rast. Danach gingen wir hinab zur Strasse. Zwischen der Strasse und dem Ova dal Fuorn schlängelte sich ein schmales Weglein durch lichten Föhrenwald hinauf bis nach Buffalora. Bis uns der Bus mitnahm, hatten wir noch Zeit für einen Kaffee oder ein Bierchen.
Wanderzeit 4 Std.

Dienstag, 17. Oktober | Wanderung: Ofenpass – Alp Astras – Lü.

02 Ofenpass

Von der Passhöhe wanderten wir auf schönem Weglein zur Ebene "Plaun da l'Aua". Die Alp da Munt liessen wir rechts liegen und stiegen gemächlich in die Höhe bis 2393 m.ü.M. Danach ging es über die ausgedehnte Höhe der Fuorcla Funtana da S-Charl mit schöner Sicht bis in die italienischen Berge. Zwischendurch gab es kurze Pausen und unser Wanderleiter erklärte uns die Namen der Berge oder sonst Gegebenheiten. Immer hatte er Antworten auf Fragen. Nach kurzem steilem Abstieg erreichten wir die Alp Astras. Von hier sieht man weit ins S-Charl-Tal. An schönster Sonnenlage hatte es hier Holzbänke und Tische. Das Picknick schmeckte uns herrlich in dieser herbstlichen Landschaft. Nun wanderten wir durch eine parkähnliche Gegend mit kleinen Föhren und einem schlängelnden Flüsschen, das aber bei einem Gewitter sicher gewaltig ansteigen könnte. Heute aber war es so friedlich und ruhig. Auf dem Pass da Costainas machten wir wieder eine Pause. Dann ging es steil hinab zur Alp Champatsch. Die vielen Lärchen leuchteten hier so wunderbar, so intensiv, dass wir uns kaum wagten, schnell zu laufen, um auf der Alp den Kaffee und feinen Kuchen zu geniessen. Nun wanderten wir hinab nach Lü, von wo uns das Postauto nach Fuldera brachte.
Reine Wanderzeit 4.5 Std. Herrliche Lärchenwälder!

Mittwoch, 18. Oktober | Wanderung: Lü – Alp Tabladatsch – Hof Terza – Müstair.

03 hofterza

Um 9 Uhr brachte uns der Bus wieder hinauf nach Lü. Nach Besichtigung der schlichten, schönen, unter Denkmalschutz stehenden Kirche wanderten wir auf der Alpstrasse bergwärts zur Alp Tabladatsch. Wunderschöne Lärchen leuchteten in der Morgensonne in den wiederum tiefblauen Himmel. Der Ortler mit seinem weissen Mantel grüsste aus der Ferne. Nach der Alp machten wir eine Pause. Den Sommer auf der Alp in dieser prächtigen Berglandschaft zu verbringen muss wahrlich ein Erlebnis sein. Weiter führte der Wanderweg durch lichten Wald mit zum Teil uralten Lärchenbäumen. Die Rinde dieser Bäume ist so zerfurcht. Ich möchte sie am liebsten ein bisschen streicheln um sie zu trösten und ihnen zu gratulieren zu diesem Alter. Was die alles erlebt haben! Danach wie durch ein Wunder gelangten wir zu einem Seelein, dem Lai da Valpaschun. In seinem dunklen Wasser spiegelten der Wald und die Wanderer. Hier möchte man am liebsten verweilen. Aber der Weg ist noch lang und so gelangten wir aus dem Wald. Weit unten im Tal erblickten wir Sta. Maria. Dann, nach vielen Kehren auf einer Alpstrasse kommen wir zum Hof Terza, den wir schon vor zwei Jahren besuchen durften. An den Sonnentischen nahmen wir Platz und es wurde uns ein feines Plättli mit verschiedenem Trockenfleisch, Würsten und Käse serviert. Hungrig langten wir zu und freuten uns an dem hübschen Platz. Es ist so warm wie an einem Sommertag. Um halb zwei Uhr verabschiedeten wir uns und wanderten nun hinab durch Wald und über Weiden Richtung Müstair. Durch dieses hübsche Dorf wandernd, bestaunten wir auch hier die schönen Häuser. Eine Glace aus dem Dorfladen oder ein Drink im nahen Café tat uns so gut.
Wanderzeit 4 ¼ Std.

Donnerstag, 19. Oktober | Wanderung: Mals - Ganglegg - Schluderns 

04 ganglegg

Heute fuhren wir hinab ins Vinschgau nach Mals. Dort wanderten wir zuerst hinauf durch das Dorf. Oberhalb diesem mussten wir schon die Jacken ausziehen. Es ist auch heute ein Traumwetter und sehr warm. Entlang einem schönen Wanderweg, welcher „Sonnensteig“ hiess, wanderten wir durch lichten Mischwald und dem Waldrand entlang, mit schöner Aussicht ins Tal. Auch den Ortler sahen wir hier, aber von einer anderen Seite, als wie wir ihn sonst sahen! Später ging der Wanderweg an sonnigen Hängen entlang. Es hatte Wermutpflanzen, Hagebutten, Wachholder, und Sanddornsträucher. Die Rinder, die hier noch das dürre Gras fressen, sind so genügsam und geniessen ebenso die Sonne. Bei der „Gangelegg“, einem schönen Rastplatz mitten in einer restaurierten bronzezeitlichen Siedlung, halten wir Mittagsrast. Nach dieser Pause erleben wir eine eindrückliche Waalwanderung Nr. 17. Diese Suone (Waal) führt viel Wasser und schlängelt sich dem Hang entlang tief ins Matscher-Tal und auf der anderen Seite zurück. Aus dem Bach durch dieses Tal haben die Bauern in frühen Jahren diese Wasserleitungen gebaut, um Wasser für die Felder zu bekommen. Wir haben grossen Respekt vor diesen Menschen und den Arbeiten die hier vollbracht wurden. Das Wasser in diesem Waal gurgelt und fliesst so wunderbar. Mal springt es weit und sprudelt vor Freude durch enge Stellen, dann wieder fliesst es still und ruhig im breiten Bach entlang des Hanges. Es ist wie in unserem Leben. Mal hektisch und schnell, dann wieder ruhig und besinnlich. Aber immer weiter und weiter geht der Weg. Es war hier so romantisch, auf schmalem Weglein und über Brücklein zu gehen und immer das Wasser neben sich zu sehen. Ich glaube, es hat uns allen hier so gut gefallen. Dann aber, nach einer Stunde, müssen wir dieses Schauspiel verlassen und wieder ins Tal hinabsteigen. In vielen Kehren geht es hinunter an den Bach. Diesem entlang kamen wir ins Dorf Schluderns mit seiner „Churburg“. Mächtig thront sie über dem Dorf. Beim Restaurant zur alten Mühle konnten wie auf der Terrasse den Durst löschen. Dann gingen wir zum Bahnhof wo uns das Vinschgerbähnli zurück nach Mals brachte. Mit dem Postauto fuhren wir zurück ins Münstertal.
Wanderzeit 4 Std.

Heute war unser letzter Abend im Hotel Staila. Es war an der Zeit Danke zu sagen, allen die mit uns gewandert sind und unserem lieben Wanderleiter, der uns wieder so viele schöne Ecken seines Tals und der Berge gezeigt, uns umsichtig und gut geführt hat. Natürlich auch den Wirtsleuten Annina und Heinz, Irene und Roman, der Küchenmannschaft und dem Servicepersonal die uns verwöhnt haben. Ganz sicher wird das eine oder andere wieder einmal der hierher kommen und sich die Erinnerung an die schönen Wandertage fest ins Herz schliessen.

Freitag 20. Oktober | Wanderung: Süsom Tschierv – Romquelle – Fuldera

05 Fuldera

Zum Abschluss der Wandertage fuhren wir zusammen nach Tschierv und besuchten die Quelle des Rombaches. Diesem kleinen Bach entlang ging der Weg bis nach Orasom Tschierv. Von dort steigt der Wanderweg hinauf zum Wald, der wieder in seinem schönsten Herbstgold glänzte. Bei einer Waldlichtung mit schönem Blick hinab ins Tal und bis zum Ofenpass machten wir Pause. Weiter wanderten wir durch den Wald. Dann kamen wir wieder zu einer Lichtung, wo man wunderschön hinab nach Fuldera sah. „Unser Dörfchen“ hörte ich sagen und das gefiel mir auch. Nun gingen wir weiter und hinab wieder an den Bach. Diesen überquerten wir und kamen so beim Hotel an. Auf der Sonnenterasse nahmen etliche noch etwas zum Zmittag. Dann hiess es Abschied nehmen von diesem schönen Ort. Bus und Bahn brachten uns zurück in den Aargau. Es war einfach einmal mehr wunderschön.

Danke Euch Allen

Rosmarie und Roland


Die Naturfeunde Brugg, sind eine Sektion und offizielles Mitglied der Naturfreunde Schweiz