26. März 2022

Kräutergarten «Ricola» – Nenzlingen – Blauen – Zwingen Unsere Frühlingswanderung vom 26. März 2022

Eine interessierte Gruppe traf sich in Brugg um mit der Bahn dem Ausgangspunkt Pfeffingen am südlichsten Ende des Birsecks entgegen zu fahren.

Pfeffingen liegt am Nordhang des Blauen und hat ca 2’300 Einwohner. Direkt von der Bushaltestelle wanderten wir dem Schlossgut entgegen. Die Waldschule ist eine kleine, übersichtliche Institution mit hoher Tragfähigkeit. Sie begleitet Knaben und junge Männer mit psychosozialen Beeinträchtigungen und Belastungen vom Schuleintritt bis in die berufliche Integration. Sie befindet sich in einem ehemaligen Herrschaftssitz. Die Waldschule Pfeffingen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Sie entstand als ehemalige Sennerei der Burg.

Als nächsten Höhepunkt sahen wir die Ruine Pfeffingen. Ihre Anfänge liegen im Dunkeln. Im 11. Jahrhundert wird sie als Lehen des Grafen von Pfeffingen fassbar. Die Grafen von Tierstein bauten sie  im 14. Jhdt. aus. 1522 kam das Bistum Basel in ihren Besitz und nutzte sie als Vogteisitz. Nachdem der Vogt 1702 nach Aesch zog, gab man die Anlage um 1750 auf. In den 1930er Jahren wurde sie erstmals gesichert und von 2013-2017 umfassend renoviert.

In dieser Anlage flanieren wurde geschätzt. Über Feld-, Wiesen und Waldwege erreichten wir den Glögglifels. Der wahrscheinlich mittelalterliche Weg von Delsberg nach Basel führte zwischen Nenzlingen und Pfeffingen am Glögglifels vorbei und diente als Wegsperre.

Nenzlingen war schon früh bewohnt, man fand 1944 ein Grab das aus dem Mesolithikum stammt, ca 7500-7000 vor Christus. Der Übergang über den Blattepass zwischen Birs- und Laufental oberhalb der Gemeinde benutzten schon die Kelten und Römer. Ausserhalb des Dorfes erreichten wir nach einem kurzen Aufstieg den Kräutergarten, wo wir die Mittagspause genossen. Leider hatte es zu dieser Jahreszeit noch keine duftenden Gewächse, doch unsere Wanderleiterin Marie-Rose Bircher verteilte verschiedene Ricola-Endprodukte. Von der Ortschaft Blauen gings direkt hinunter nach Zwingen. Diese Ortschaft liegt auch im Laufental  und ist nach dem Schloss benannt. Es liegt zwischen Basel und Delsberg inmitten des Flusses Birs, wo Holz geflösst wurde. Wie Pfeffingen wurde auch dieses Schloss als Lehen vom Bistum Basel übernommen im 15. Jhdt. und von einem Vogt verwaltet. 1795 an Privatbesitzer verkauft. 1913 von Papierfabrik übernommen, ab 1993 Besitz der Gemeinde. Die Räume werden vermietet.

Nach einem wohlverdienten Schlusstrunk gings via Basel wieder zurück.

Nach oben